Webcam Todtnauer Hütte
Webcam Panorama-Loipe
Loipenbericht vom Feldbergloiper

Das vergangene Tauwetter hat ganze Arbeit geleistet und dem Winterwonderland im Hochschwarzwald den Garaus gemacht. In nächster Zeit bleibt es auf den Höhen eher mild und ein erneuter Wintereinbruch ist vorerst nicht in Sicht! Pünktlich zu Weihnachten könnte es aber laut einiger Wetterkarten wieder weiß auf dem Feldberg werden! +++ Am Seebuck laufen zwar noch zwei Aufstiegshilfen aber des isch eher was für blutige Anfänger. +++ See you soon.

Schneehöhe Gelände: vereinzelt Altschneereste
Bedingungen: Bitte beachtet den Status der Strecken und Pisten von den Betreibern sowie die Betriebsferien der ansässigen Gastro, gerade in der Nebensaison und Betriebsferienzeit!
Letzter Schneefall: 06. Dezember mit pappigen 2 cm


Infos: Unter dem folgendem Link könnt ihr den aktuellen Status der Loipen und Pisten in der Region einsehen: https://www.hochschwarzwald.de/service/schneebericht#/article

Als der_feldberger auf Instagram, versorge ich Euch weiterhin mit Impressionen und Informationen vom Höchsten.
Ich der Conny alias Feldbergloiper, war 25 Jahre für die Pflege von zeitweise bis zu 140 km Loipen- und Winterwanderwegen am und um den Feldberg herum mit teils 3 Maschinen und von mir angestellten und ausgebildeten Fahrern zuständig. Ich sorgte mit meiner langjährigen Erfahrung dafür, dass Wintersportler und Gäste beste Wintersportbedingungen vorfanden.
Seit 2021 betreuen mein Team und ich Bundesliegenschaften für den Deutschen Wetterdienst, insbesondere die Beiden auf dem Feldberggipfel.
1995 übernahmen meine Eltern als Pächter die Todtnauer Hütte welche wir dann 1999 gekauft und liebevoll zur Pension & Berggasthof mit allen Annehmlichkeiten umgebaut haben.
Fortan konnte man in den ehemaligen Stuben der DSV-Adler Sven Hannawald, Martin Schmitt, Christof Duffner und Hansjörg Jäkle in der höchstgelegenen Pension im Schwarzwald übernachten.
Nach späterer erfolgloser Verpachtung haben wir den Berggasthof 2022 verkauft und freuen uns das Haus in guten Händen zu wissen!
Die alte Todtnauer Hütte kurz vor dem Abriss mit meiner ersten museumsreifen Pistenraupe im Jahr 1999
Eigentlich brauchten wir damals nur ein Kettenfahrzeug zur Versorgung der Hütte und dem Transport der Pensionsgäste im Winter.
Die Loiperei hat sich dann ergeben und wurde schnell fester Bestandteil meines Lebens… tags in der Hütte am Tresen und in der Nacht Loipen spuren.
Um die damaligen Erwartungen und Standards in Sachen Loipenpolitik der Auftraggeber erfüllen zu können, habe ich weitere Maschinen angeschafft, Fahrer ausgebildet und eingesetzt. 
Seitdem habe ich tausende Stunden im Pistenbully verbracht und nachts einsam Spuren durch tiefverschneite Schwarzwaldlandschaften gezogen.
In den vielen Jahren habe ich zahlreiche Erfahrungen gesammelt und spannende sowie leider auch traurige Erlebnisse gehabt.
Conny zerlatscht Loipen?! Manche Streckenabschnitte müssen doppelt gefahren werden. Dort kann ich dann händisch prüfen, ob der Anpressdruck bzw. die Qualität stimmen. Foto: Marius Buhl
Ich bin froh, dass ich noch solch schneereiche Winter erleben durfte, in welchen ich manchmal aus dem ersten Stock der Todtnauer Hütte aussteigen musste da der Haupteingang komplett verschneit war!
Nach zuletzt mehreren schlechten Wintern hintereinander, der nicht allzu rosigen Aussichten in Zeiten des Klimawandels sowie hauptsächlich der nicht hinnehmbaren Loipenpolitik einiger Auftraggeber, habe ich meine Hauptloipenmaschine verkaufen müssen, da der Loipendienst wirtschaftlich einfach nicht mehr tragbar war. 
In der Saison 24/25 habe ich die Feldbergbahnen GmbH, die nun für das Loipennetz zuständig ist, übergangsweise unterstützt und bin ihnen für ihr Engagement dankbar. Deswegen werde ich sie auch weiterhin beratend unterstützen und ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis pflegen! Schließlich will ich als Feldberger auch nur das Beste für unseren Berg. 
Nach einem vierteljahrundert Feldbergloiper heisst es aber nun offiziell Abschied nehmen und das mit einem lachenden und weinenden Auge. 
Vielen Dank für die gemeinsame Zeit und teils herzliche Unterstützung! 
Euer Conny
 
 
Nachtrag und Stellungnahme zum BZ-Artikel von 14.Nov ‘25 / Der legendäre Feldbergloiper hört auf :
Die Gemeinde Feldberg kann nun ihre Loipenpolitik, für die ich nicht mehr mit meinem Namen stehen wollte durchziehen.  Von den Hinterzartenern habe ich nach 25 Jahren Zusammenarbeit ein Geschenk und ein gemeinsames Abschiedsessen bekommen, von der Gemeinde Feldberg blöd Gemache in der BZ. 
Es ist unwahr, dass ich von allen Auftraggebern eine Bereitstellungspauschale erhalten oder eine spezielle Loipenmaschine gefordert habe (man hatte nach dem Verkauf meiner Maschine keine geeignete mehr und hätte meinetwegen die Loipenspuren in Zukunft auch mit den Pobacken ziehen können). Zudem hatte ich rechtzeitig noch im alten Winter gekündigt sodass man genug Zeit hatte um die Nachfolgermassnahmen treffen zu können. 
Und was nützen mir angepasste Stundensätze wenn Loipenstrecken willkürlich geschlossen und eingestampft werden, bei einem halben Meter Pulverschnee nicht geloipt werden darf oder Loipen im Winter wegen Holzabfuhr aufgeschoben werden und uns dann die Schneegrundlage für den ganzen Winter fehlt!? 
Das der hochverschuldete Feldberg Maßnahmen und Veränderungen treffen muss ist irgendwo verständlich, aber die muss ich als Selbstständiger und risikotragender Unternehmer  auch …
 
Schneemassen vor der Hütte 2005/06